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Vegan for Fit

Die Attila Hildmann 30 Tage Challenge

Vegetarisch und Cholesterinfrei zu einem neuen Körpergefühl
Becker Joest Volk Verlag, 2012, Hardcover, 264 Seiten, zahlreiche Farbfotos, € 29,95


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Vegane Ernährung liegt im Trend. Der vollständige Verzicht auf alle tierischen Produkte ist eine logische Konsequenz des Tierschutzgedankens von Vegetariern. Veganer verzichten aber nicht nur auf Fleisch. Veganer meiden alle tierischen Produkte, inklusive Milch, Käse, Eier, Honig und Leder. Der Kult-Autor thematisiert seine persönliche Sicht auf die Welt, unsere Ernährung und die Lebensmittelproduktion und nimmt sie zum Anlass für sein Leben als Vorbild und Athlet, oder wie er es nennt als Challenger.

Attila Hildmann zeigt in "Vegan for fit" zahlreiche Gesundheitstipps zum Bodyshaping, zur Steigerung der Fitness und zum Muskelaufbau. In der Hauptsache stellt er eine Diät zum erfolgreichen Abnehmen vor. Es ist seine persönliche Interpretation von vegan. Vegan sind eigentlich alle pflanzlichen Produkte. Um das Ziel des Abnehmens leichter zu machen verzichtet Attila Hildmann aber auch auf satt machende Kohlenhydrat-Lieferanten. Vegan wären Kartoffeln Reis und Getreide allemal, sie sind die Säule einer vegetarischen Ernährung. Attila Hildmann ersetzt sie dennoch. Beispielsweise backt er Pizza bei Niedertemperatur aus Leinsamen und Mandeln und verwendet anstatt Pasta in allen Formen Zucchini in allen Formen, wohl in Übereinstimmung mit dem Rohkost-Gedanken.

Seine Rezepte sind kulinarisch und optisch ansprechende Kreationen und zeigen von Frühstück über Mittag- und Abendessen auch Snacks für zwischendurch sowie süße Belohnungen. Jedes seiner Rezepte ist es wert in jedem Haushalt einmal ausprobiert zu werden. Und sowieso dürfen vegane Gerichte auch bei Normalköstlern mehr Beachtung finden, denn viel Abwechslung, viel Leckeres und Gesundes ist dabei zu entdecken. Und als gesunde Diät sowie zum Abnehmen ist diese vital- und ballaststoffreiche Ernährung geeignet, zumal es einigen Aufwand kostet die Rezepte zu verwirklichen.

Eine Kritik am Buch beziehungsweise eine Anregung zur Erweiterung will die Rezensentin dennoch anbringen. Vegane Gerichte bestehen zu einem großen Teil aus Gemüse und Obst und nicht nur aus CO2 neutralem Getreide. Die Klimabilanz von Zucchini, Paprika und Tomaten ist sehr stark von der Jahreszeit abhängig und keinesfalls ist es ein ökologischer Vorteil gegenüber einer nicht veganen Ernährung Produkte aus dem beheizten Gewächshaus von weit her zu konsumieren. Dem Buch fehlen nicht nur die entsprechenden Hinweise auf Saisonalität sondern auch Rezepte für den Winter und das Frühjahr mit regional verfügbaren Gemüsesorten.

Zucchini und Paprika aus Spanien zu jeder Jahreszeit sind jedenfalls auch keine Lösung.

 

Stefanie Goldscheider

 

Vegane Produkte wie Amaranth & Quinoa, Cashew- und Mandelmus sowie das Buch "Vegan for fit" gibt es bei gesund-sein.de


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