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Ashwagandha (Schlafbeere)

Withania somnifera (L.), Solanaceae

Withania somnifera Vorkommen
&
Beschreibung

Die Schlafbeere (Withania somnifera) ist eine Pflanzenart aus der ökonomisch bedeutsamen und weltweit überaus wichtigen Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Zu den Nachtschattengewächsen gehören sowohl die bekanntesten Kulturarten, wie Kartoffeln und Tomaten aber auch die bedeutsamsten Giftpflanzen beziehungsweise Produkte, die der Entspannung oder Narkose dienen, wie der Tabak und die Tollkirsche. Ashwaganda wird auch als Winterkirsche bezeichnet. Blätter und Blüten sehen aber auch denen von Tabakpflanzen sehr ähnlich. Die Schlafbeeren-Früchte ähneln wiederum der Kapstachelbeere, mit denen die Schlafbeere sehr nah verwandt ist. Withania somnifera kommt im Mittelmeerraum, dem Nahen Osten und Nordindien sowie in Nordafrika wildwachsend vor. Der ungefähr 1 Meter hohe Halbstrauch mit ovalen, graugrünen Blättern und Stängeln hat gelblich-grüne kleine Blüten. Die roten Beeren entstehen in einer pergamentartigen Hülle ähnlich eines Lampions beziehungsweise wie bei Physalis und der Lampionpflanze.


Verwendung: Gegen Stress und gegen Schlaflosigkeit sowie als Sedativum. Die Anwendungen ähneln auch dem Bilsenkraut, einer weiteren verwandten Pflanzenart [1]. Die Winterkirsche dient auch der Wundheilung und als Tonikum. Medizinische Verwendung finden die Wurzeln als Abkochung oder Tee-Aufguss aber auch die ganze Pflanze mit ihren Blättern als Wundauflage. Die Anwendungen sind nebenwirkungsfrei. Inhaltsstoffe: Die Schlafbeere enthält ein Wirkstoffgemisch aus über 80 Komponenten mit teilweise gegensätzlicher Wirkung. Die typischen Inhaltsstoffe der Nachtschattengewächse, die auch die Giftwirkung von Kartoffelkraut und Früchten sowie grünen Tomaten und Tollkirschen ausmachen, sind Alkaloide. Ein wirkungsvolles Alkaloid der Schlafbeere ist das Withasomnin. Withania somnifera ist nicht giftig! Sowohl die die innerliche wie auch die äußerliche Anwendung sind sicher! Die Pflanze enthält auch andere wichtige Verbindungen insbesondere Steroide und Saponine. Die wichtigsten Wirkstoffe von Withania somnifera sind aber Alkaloide und zwar die Withanolide und Withaferin A.



Zur Schlafförderung und Beruhigung der Nerven

Der wissenschaftliche Name der Art - "somnifera", bedeutet "Schlafbringer". Die Beruhigung der Nerven und damit ein ruhiger, tiefer Schlaf sind auch die traditionellen Verwendungen in Indien beziehungsweise in Indiens Naturheilsystem Ayurveda.AdobeStock_110496699 (Autor: Prashant ZI) In der Ayurvedischen Medizin hat Ashwagandha obendrein eine ähnliche Bedeutung wie Ginseng und gilt als aphrodisierend. Auch Ashwagandha ist tonisierend und verjüngend, eine Heilpflanze für den Geist und für den Körper. Nicht nur in Indien sondern auch in der arabischen Welt wurde die Ashwagandha-Wurzel (Bild rechts) als Tonikum und Aphrodisiakum verwendet, überraschend wenn man die Hauptwirkung, nämlich die beruhigende und einschläfernde Wirkung und somit die Förderung des entspannten Schlafens vor Augen hat. Doch eine weiterer wichtige Wirkweise ist die anti-Stress-Wirkung, wiederum ähnlich wie bei Ginseng.

Wissenschaftliche Studien zeigen ausserdem die Regulierung von Blutdruck und Puls und die Linderung von nervöser Anspannung. Insgesamt sind das also schlaffördernde Wirkungen.

Insbesondere bei Frauen soll die Sexualfunktion durch die Einnahme von Ashwagandha gestärkt werden.

Auch bipolare Störungen und Zwangsstörungen sollen mit der Schlafbeere positiv beeinflusst werden können.


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Autorin: Stefanie Goldscheider

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Anhang

[1] Insgesamt ähnlich sieht die Gesamtpflanze von Withania somnifera auch dem Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), einer traditionellen Heilpflanze zur Betäubung und Krampflösung. Ashwagandha wird ähnlich wie Bilsenkraut verwendet.


Literatur:
- Heilpflanzen für Kopf und Seele, N. Perry, E. Perry, Haupt, 2019
- Rätsch, C. Müller- Ebeling, C. Lexikon der Liebesmittel, AT-Verlag, 2003
- Van Wyk, C. Wink; M. Wink: Handbuch der Arzneipflanzen; 2004; Wissenschaftliche Verlags GmbH, Stuttgart
- Ingrid und Peter Schönfelder: Das neue Handbuch der Heilpflanzen; Kosmos Verlag Stuttgart, 2004

- Rätsch, C.: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen; 6. Auflage 2002; AT Verlag, Aarau