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CBD in der Medizin – ein Cannabinoid mit therapeutischem Potenzial

Autorin: Annabel Hauguth



CBD überzeugt mit einer Vielzahl bekömmlicher und für das Wohlbefinden förderlicher Effekte! (Bild von Rolf Hansen auf Pixabay)

Cannabis (Hanf) verliert mehr und mehr seinen Ruf als gesundheitsgefährdende Droge. In vielen Ländern der Welt verändert sich die Einstellung zu der seit einigen Jahrzehnten verfemten Pflanze. Seit 2017 kann es in Deutschland auf Rezept verschrieben werden und leistet seine Dienste in der Schmerztherapie.

 

Auch im Bereich der Komplementär- und Alternativmedizin ist Cannabis inzwischen angekommen. Das liegt vor allem an dem Wirkstoff CBD (Cannabidiol). Dieser hat im Gegensatz zu seiner Schwestersubstanz THC (Tetrahydrocannabinol) keinerlei berauschende Wirkungen. Premium CBD Öle, Cremes, Tabletten und Kapseln sind legal erhältlich und für viele positive Wirkungen auf den Organismus verantwortlich. Sie werden in der Naturheilkunde eingesetzt und sind auch in der Kosmetikbranche gefragt.

Was ist CBD?

Der Wirkstoff ist ein Hauptbestandteil der Hanfpflanze Cannabis Sativa. Er wird aus Nutzhanf gewonnen, der innerhalb Deutschlands mit zertifiziertem Saatgut der EU angebaut wird. Der Anbau ist nur ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben erlaubt. Damit wird sichergestellt, dass der Anteil an THC das erlaubte Maß von 0,2 % nicht überschreitet.

 

Cannabidiol ist ein Cannabinoid und wird aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze gewonnen. CBD ist als Isolat oder als hochwertiges Vollspektrum-Premium-Öl erhältlich. Bei ersterem handelt es sich um reines CBD. Vollspektrum-Öle dagegen enthalten viele weitere Wirkstoffe wie Terpene, Flavonoide, Vitamine sowie Ballast- und Mineralstoffe.

Hanf als Nutzpflanze

Cannabis ist der Menschheit schon seit Jahrtausenden ein Begriff. Damals wurde noch nicht zwischen psychoaktiven und nicht berauschenden Wirkstoffen unterschieden. Die Fasern wurden von den alten Chinesen zu robusten Stoffen verarbeitet und aus den Samen konnten gesunde Öle gepresst werden. Heute weiß man, dass Hanföl als eines der wenigen Naturöle die wichtigen essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im optimalen Verhältnis enthält. In der indischen Naturheilkunde Ayurveda bildet Cannabis einen wichtigen Basisstoff.

 

In Europa war Cannabis bis zu Anfang des letzten Jahrhunderts Hauptbestandteil der meisten verfügbaren Schmerzmittel, bis es von Aspirin abgelöst wurde. Mit dem Verbot, das sich aufgrund von THC in den meisten Ländern dieser Erde ausbreitete, geriet Cannabis in Vergessenheit. Bis seit Anfang des letzten Jahrzehnts die vielfältigen Wirkstoffe des Hanfs Schritt für Schritt wieder identifiziert werden. Mit der Entdeckung des CBD und dessen vielfältigen positiven Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden rückt Cannabis immer mehr in den Fokus medizinischer und naturheilkundlicher Interessen.

Wirkung von CBD

CBD als Wirkstoff werden entzündungshemmende, entspannende und krampflösende Effekte zugeschrieben. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Medikamenten liegt im natürlichen Ursprung. Im Gegensatz zu chemischen Substanzen besitzt CBD keinerlei gesundheitsgefährdenden Nebenwirkungen.

 

CBD entfaltet seine Effekte über das Endocannabinoid-System (ECS). Dieses wiederum ist verantwortlich für die Reizweiterleitung in den Nervenzellen innerhalb des Organismus. CBD interagiert mit den Rezeptoren, die für die Signalweiterleitung verantwortlich sind. Damit kann es die Aktivierung oder die Blockade von Emotionen, Gefühlen wie Schmerz, Angst oder Appetit beeinflussen.

Einsatzgebiete von CBD

Der Anbau von CBD-haltigem Hanf ist in Deutschland unter bestimmten Vorgaben legal. Die Fasern der daraus gewonnen Pflanzen werden in der Automobil- und Baustoffindustrie zu Polstern und Dämmstoffen weiterverarbeitet. Die Textilindustrie fertigt daraus hochwertige Stoffe an. Die Samen können zu Ölen verarbeitet werden. Die Blüten werden dazu genutzt, vorzugsweise hochwertige CBD-Öle herzustellen, die das menschliche Wohlbefinden unterstützen.

CBD im medizinischen Bereich

Durch die genannten antiinflammatorischen Effekte kann CBD Öl in der Schmerztherapie zur begleitenden Behandlung eingesetzt werden. Arthrose- und Arthritis-Patienten sprechen von einer signifikanten Verbesserung ihrer Krankheitsbilder. Durch die Auswirkungen auf das Immunsystem sind Linderungen bei Multipler Sklerose und Gürtelrose bekannt.

 

CBD wirkt aufgrund seiner entspannenden und krampflösenden Wirkungen stressmindernd. Stress ist die Ursache vieler Krankheiten. So wurden zahlreiche positive Effekte bei Epilepsie und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätssyndrom) notiert. Anwender berichten davon, dass bei regelmäßiger Einnahme Kopfschmerzen und Schlafstörungen seltener vorkommen.

 

Asthmatiker und Allergiker sagen aus, dass ihre Anfälle seltener auftreten. Letztlich ist von Parkinson-Patienten zu vernehmen, dass sich deren Lebensqualität entscheidend verbessert.