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Gartenanlage und Gartengestaltung

Hecken, Hanggärten, Rasen und Wiese, Mauern und Steingarten

von Stefanie Goldscheider

Hausgärten ähneln Gärten aus Büchern und Prospekten nur selten. Meist sind private Gärten klein und grenzen direkt an Nachbarhäuser oder Straßen an. Hecken und grüne Wände können Einblicke verwehren und Lärm abhalten. Bebaute Grundstücke haben oft Geländesprünge oder liegen ohnehin am Hang, sodass Beete, Wege und Terrassen entsprechend geplant und gebaut werden müssen. Dafür nötige Stützmauern und Böschungen sind ideale Plätze für Steingärten. Ein Stück Rasen oder Wiese lädt zum Wandeln, Spielen und in Sonne oder Schatten Entspannen ein. Ohne Anlage, ohne Pflege und Mähen würden Grünflächen sehr schnell zu unattraktiven und undurchdringlichen Gestrüppen verwildern. Mit naturnahen Gärten hat dies wenig zu tun.


- Hecken, Lärm- und Sichtschutzwände

- Rasen und Wiesen

- Gärten am Hang: Mauern, Böschungen, Terrassen und Treppen

- Steingarten und Steingartenpflanzen



Hecken

Hecken in der Landschaft sind wertvoller Lebensraum für zahlreiche Wildtiere. Sie bieten Schutz und Nahrung beispielsweise für Singvögel, Insekten und Kleinsäuger. Im Garten dienen Hecken der Abgrenzung, dem Sicht- und Lärmschutz und der Zierde. Besonders geeignet sind sie auch gegen Geruchsbelästigung, Feinstaubeintrag und als Beschattung um Mülltonnen. Hecken sind Windbrecher, sie gestalten, beziehungsweise strukturieren den Garten. Dadurch entstehen Nischen und Erholungsraum selbst in dicht bebauten Siedlungen.

Die Heckenanlage ist Geschmacksache: Von der streng geschnittenen Buchshecke als Beeteinfassung, der schmalen rankenden Hecke an einem Zaun über die dauerblühende Rosenhecke bis zu frei wachsenden Wildsträuchern haben alle Hecken ihre Vorzüge in bestimmten Situationen. Zu bedenken ist in erster Linie der Platzbedarf.

Für ambitionierte Gärtner ist auch die Beschattung und die Wurzelkonkurrenz durch die Heckenpflanzen zu beachten, denn der Gemüsegarten oder das Blumenbeet gedeiht nicht im Norden einer dichten, hohen Koniferenhecke. Die Wüchsigkeit und der Arbeitsbedarf sind weitere wichtige Faktoren. Raschwüchsige Sträucher bieten schnell Sichtschutz, doch erzeugen sie bald viel Sägearbeit und sperriges Grüngut. Kletterpflanzen an einem Zaun oder einer Wand lassen sich leichter beherrschen, doch die schöneren unter ihnen kommen nicht ohne Aufbinden aus. Immergrünen Hecken brauchen, um nicht zu verkahlen, regelmäßigen Formschnitt mit der Heckenschere.

Neben den praktischen Fragen von Pflanzabstand, Höhe und Breite der Hecke sowie benötigten Werkzeugen ist die wichtigste Frage die der richtigen Pflanzenart. Hier berät der Fachhandel, Gartengestalter und die Fachliteratur.


Rasen

Vor der Anlage eines neuen Rasens gilt es sich über dessen Zweck und erwünschtes Aussehen klar zu werden. Sattgrüne, unkrautfreie, dichte Grasmatten erfordern regelmäßigen hohen Pflegeaufwand und Fachwissen. Die beabsichtigte Nutzung, also als Zierrasen, Gebrauchsrasen oder Spielrasen, bestimmt die Zusammensetzung der Gräser in der Saatmischung beziehungsweise im Rollrasen. Weitere wichtige Fragen betreffen die Beschattung, die Bodenart und die Hangneigung, denn ein Zierrasen braucht beständig Sonne, Wasser, Belüftung, Nährstoffe und Schnitt. So müssen meistens die geeigneten Voraussetzungen für einen Rasen erst geschaffen werden. Dafür ist ein hoher maschineller Aufwand erforderlich. Nach der Etablierung einer Rasenfläche kommen alsbald die Schädlinge, Krankheiten und Unkräuter ins Visier, da sie das frische Grün bedrohen. Regelmäßiges Mähen und Vertikutieren genauso wie Düngung und Pflanzenschutzmaßnahmen beziehungsweise Unkrautvernichtung gehören zum Standardprogramm für einen perfekten Rasen. Es gibt also viel zu beachten, angefangen mit den Wachstumsbedingungen für Rasengräser über die Rasenanlage bis zu Pflegegeräten und Methoden für jeden Anspruch.

Natürliche Grünflächen

Eine Grünfläche darf in der Praxis auch weniger perfekt und auch voller Begleitpflanzen sein. Einen Rasen zum Spielen für Kinder wird man ohnehin weder düngen noch chemisch behandeln. Das häufige Betreten verhindert von alleine viele Unkrautprobleme und schafft eine dichte, belastbare Grasnarbe. Hat man die Idee des makellosen englischen Rasens aufgegeben, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Der Übergang zur Wiese oder zum Präriegarten erlaubt einerseits mehr Artenvielfalt und andererseits Düngung und Beregnung vollkommen einzustellen sowie seltener oder gar nicht mehr zu mähen.

Wiesen

Eine Wiese zeichnet sich aus durch wechselnde Farbaspekte im Jahresverlauf und besticht durch den Duft von Kräutern und Blüten. Eine Wiese wächst in Europa praktisch überall von alleine, wo ein bis zweimal im Jahr gemäht wird oder aus anderen Gründen kein Wald hochkommen kann. Botanisch interessierte Gartenbesitzer können zahlreiche Arten von Wildkräutern und Wildblumen im eigenen Garten etablieren. Bunte Blüten locken Schmetterlinge und andere Insekten an. Die Samen der Wiesengräser und Kräuter sind Futtergrundlage seltener Vögel. Eine Wiese hat immer einen höheren ökologischen Wert als ein Rasen und erzeugt viel Leben und Dynamik. Ganz besonders für die schwierigeren Flächen, die für Rasen ungeeignet sind, wie etwa an Hängen, auf mageren, sehr trockenen oder vernässten Sumpfstandorten, lassen sich geeignete Wiesenpflanzen finden, die nicht bewässert, nicht gedüngt und nur selten gemäht werden müssen. Allerdings braucht auch eine Wiese die richtige Pflege. Damit die Samen der einjährigen Pflanzen ausreifen können oder die mehrjährigen Blumen genügend Kraft in Wurzeln und Zwiebeln sammeln können, muss mit dem Mähen gewartet werden. Gar nicht mähen würde den hübschen Pflanzen, ob Zwiebelgewächse, Stauden oder einjährige Blumen allerdings auch nicht bekommen - sie würden bald im Gestrüpp untergehen. Eine Wiese schafft sich ihr eigenes ökologisches Gleichgewicht, gewusst wie kann man die beliebten Pflanzenarten fördern, die unbeliebten auf natürliche Weise zurückdrängen.


Steingarten

Pflanzen für Steingärten stammen aus den Gebirgen und Mittelgebirgen der Welt sowie aus Wüsten- oder Halbwüstenregionen. Die für einen Steingarten verwendeten Natursteine, das Geröll und eventuell der Sand schaffen hinsichtlich Kalkgehalt, Drainage aber auch durch die Speicherung der Sonnenhitze die richtigen Bedingungen für solche Pflanzenarten. Vor allem aber sind die Steine gestaltende Elemente und machen die Schönheit des Steingartens beziehungsweise des Alpinums aus.

Steingartenpflanzen gibt es in unterschiedlichen Pflanzenfamilien. Viele sind intensiv blühenden Stauden, Zwiebelgewächse, Polsterpflanzen oder Zwergsträucher. Die Meisten ertragen weder Staunässe und Schatten noch überwuchernde Vegetation. Das Wurzelsystem von Steingartenpflanzen ist an trockenen und mageren Untergrund angepasst, die oberirdischen Teile oftmals an starken Wind, starke UV-Strahlung und starke Temperaturschwankungen. Natürlich gibt es auch schattenbewohnende Steingartenpflanzen, die geschütze Plätze besiedeln.

Sukkulente Pflanzen für's Freiland wie Fetthenne, Hauswurz, Mitttagsblumen oder gar einige winterharte Kakteen passen ideal in Steingärten. Sie speichern Wasser und sind an extrem trocken-sonnig-heiße Bedingungen angepasst. So können auch große Stützmauern und einzelne Felsbrocken begrünt werden.


Pflanzen für den Steingarten

Eine große Auswahl an Steingartenpflanzen und Pflanzenpakete für den Steingarten gibt es bei Syringa im Versand. Es kann über den Webshop bezogen werden.
Kräuter- und Duftpflanzengärtnerei Syringa: www.syringa-pflanzen.de



Hänge, Treppen, Terrassen und Mauern

Grundstücke am Hang sind eine Herausforderung für die Planung und Anlage eines Gartens. Eingriffe in die Geländeoberfläche sind besonders an steilen Hängen unumgänglich, damit Terrassen und Beete entstehen und zugänglich werden. Dazu sind teure Erdbewegungen sowie aufwändige Stützmauern, Böschungen und Treppen erforderlich. Technisches Fachwissen und Materialkenntnisse sowie Kreativität und ein gutes Auge für die Situation sind gefragt um an Hängen gemütliche Plätze und möglichst viel Garten zu verwirklichen. Entscheidend sind natürlich die persönlichen Bedürfnisse und der Geschmack des Gartenbesitzers, der beim verwendeten Material anfängt und bei der Standsicherheit aufhört. So kann man Treppen steiler und schmaler oder breiter und bequemer bauen, wofür es aber bei jedem Maß Regeln zu beachten gibt. Mauern können zur Bepflanzung ausgeführt werden oder als reine Stützwand, je nach Sichtbarkeit. Eine Terrasse kann direkt ans Haus anschließen oder man entscheidet sich am steilen Hang für mehrere kleinere, lauschige Plätze auf unterschiedlichen Ebenen. Das gleiche Prinzip gilt für die Stützmauern oder Böschungen: mehrere kleine ergeben eine aufgelockerte, interessante Gartensituation wogegen eine Große Platz schafft für eine große Terrassen oder Rasenflächen.

Und schließlich gibt es auch direkte unnachahmliche Vorteile von Hanggärten, die es zu nutzen gilt:

  • Mehr Aussicht und mehr Lichteinfall und somit die Möglichkeit einer außergewöhnlichen Bepflanzung.
  • Pflegeintensive Blumen- und Gemüsebeete können bequem von unterhalb am Hang erreicht werden.
  • Höhenunterschiede ermöglichen die Anlage eines interessanten Wassergartens mit Bachlauf und Wasserfall.
Grund genug rechtzeitig und sorgfältig zu planen.

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