Isländisches Moos
Cetraria islandica L., Lichenes
(Lichen islandicus)
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Vorkommen: | Das unscheinbare Isländische Moos wächst am Boden in den feucht-kühlen Lagen im arktischen und alpinen Klima, z.T. auch bei uns. Es handelt sich aber nicht um ein Moos sondern um eine Flechte. Flechten bestehen aus Alge und Pilz in besonders enger Symbiose. Dabei werden die Algenzellen, die Photosynthese betreiben vom Pilzgeflecht umsponnen, das der Flechte Form, Aussehen und Halt gibt. Vermehrung kann über Bruchstücke erfolgen. Alle Flechten sind sehr empfindlich gegen Luftschadstoffe und damit gute ökologische Indikatorpflanzen. |
| Verwendung: | Die gesamte Flechte (Thallus) getrocknet, um Bitterstoffe oder Schleinmstoffe im Wasserauszug zu erhalten. | |
| Inhaltsstoffe: | über 50 % aus stärkeähnlichen (in kaltem Wasser lößlich) und zelluloseähnlichen (in heißem Wasser lößlich) Polysacchariden. 2 - 3 % bittere Flechtensäuren, die antibiotisch wirksam sind. |
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Literatur:
- Brendler - Gruenwald - Jaenicke; Heilpflanzen-CD-ROM; Medpharm Scientific Publishers 2003
- Fintelmann, V; Weiss, R.F.: Lehrbuch Phytotherapie; 11. Aufl. 2006; Hippokrates Verlag, Stuttgart
- Frohne, D.; Jensen: Heilpflanzenlexikon; 7. Aufl. 2002; Wissenschaftliche Verlags GmbH, Stuttgart
- Jänicke - Grünwald - Brendler: Handbuch Phytotherapie, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2003
- Wichtl, M.: Teedrogen und Phytopharmaka, 4. überarb. Aufl. 2002; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
- Zeitschrift für Phytotherapie, Hippokrates-Verlag






