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Echinacea, Sonnenhut

Echinacea purpurea MOENCH / E. angustifolia, Compositae

(Echinaceae radix u. folium)

Vorkommen und Beschreibung

Echinacea oder Sonnenhut kommt aus Nordamerika und ist dort wild wachsend von den Great Plains bis zu den Großen Seen und den Rocky Mountains anzutreffen. Echinacea gehört wie unsere einheimischen Heilpflanzen Kamille und Huflattich zu den Korbblütlern (Asteraceae oder Compositae). Echinacea purpurea hat große Blätterund wächst auf feuchteren Standorten auch im Halbschatten, Echinacea angustifolia hat eine ausgeprägte Pfahlwurzel und wächst an trockeneren Standorten in Prärien. Es gibt zahlreiche ähnliche und ähnlich verwendete Arten. Auch in Deutschland wird Echinacea angebaut. Sehr schöne purpurfarbene Blüten.

Verwendung: Der Frischpflanzen-Presssaft aus Wurzel (Echinacea angustifolia) und Kraut (E. purpurea) der blühenden Pflanze wird in der Homöopathie und Allopathie gleichermaßen eingesetzt. Inhaltsstoffe: 0,3-1,7% Echinacosid zusammengesetzt aus Polysacchariden, Kaffeesäure und Brenzcatechinethanol. Flavonoide, Alkylamide, Phenolcarbonsäureester, Ätherische Öle



Echinacea-Polysaccharide fürs Immunsystem

Echinacea ist eine von den Indianerstämmen Nordamerikas bei Entzündungen, Wunden, Vergiftungen, Magen- und Halsbeschwerden verwendete heilige Arzneipflanze. Diese Wirkungen von Echinacea-Präparaten werden heute weitgehend bestätigt und darüber hinaus ergänzt durch zahlreiche pharmakologische Untersuchungen. Die Förderung der unspezifischen Immunabwehr, die v.a. auf einer Stimulierung der Granulozyten und Makrophagen sowie der Interferonproduktion beruht, wird durch die Polysaccharide plus den Echinacosidkomplex hervorgerufen. Anwendung finden die verschiedenen Extrakte und Zubereitungen vor allem vorbeugend bei allen Arten von Erkältungs- und Atemwegserkrankungen, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, und Halsentzündung. Echinacea kann, rechtzeitig angewendet die Erkältung abwenden helfen. Echinacea mindert die Ausprägung der Erkältung und lässt schneller gesunden. Allerdings gilt heute als erwiesen, dass Echinacea-Präparate am besten im Anfangsstadium zur Abwehr von Infekten helfen, also zu Beginn eines grippalen Infektes. Auch sollte Echinacea nicht länger als zwei Wochen am Stück eingenommen werden, weil die Immunstimualtion nicht auf Dauer funktioniert, sondern ins Gegenteil umschlagen kann, wenn sie zu lange andauert. Am erfolgreichsten ist Echinacea sicherlich in homöopathischer Dosierung.

Echinacea-Präparate werden begleitend bei chronischen Entzündungen, Harnwegsinfektionen, Hauterkrankungen und Wunden eingesetzt. Eine tumorspezifische Abwehrreaktion wird ebenfalls diskutiert.



Lesen Sie zu anderen indianischen Arzneipflanzen:
- Maca - der peruanische Ginseng
- Die Traubensilberkerze
Lesen sie zu anderen Korbblütlern:
- entzündungshemmend und wundheilend: die Kamille
- bei Halsentzündung, Husten und Bronchitis: Huflattich


Literatur:
- Brendler - Gruenwald - Jaenicke; Heilpflanzen-CD-ROM; Medpharm Scientific Publishers 2003
- Fintelmann, V; Weiss, R.F.: Lehrbuch Phytotherapie; 11. Aufl. 2006; Hippokrates Verlag, Stuttgart
- Frohne, D.; Jensen: Heilpflanzenlexikon; 7. Aufl. 2002; Wissenschaftliche Verlags GmbH, Stuttgart
- Jänicke - Grünwald - Brendler: Handbuch Phytotherapie, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2003
- Wichtl, M.: Teedrogen und Phytopharmaka, 4. überarb. Aufl. 2002; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
- Zeitschrift für Phytotherapie, Hippokrates-Verlag