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6. Rebsorten und Rebsortenweine

Von Stefanie Goldscheider

Rebsorten oder Regionenwein?

Weintrinker in Deutschland bevorzugen Rebsortenweine, also Weine die nur aus einer bestimmten Rebsorte wie beispielsweise Riesling oder Spätburgunder gekeltert wurden, vor den Regionenweinen. Sortenreine Weine setzen auf den besonderen und sehr unterschiedlichen Charakter der Rebsorten. Dieser kann fruchtig-säurebetont und rassig sein wie beim Riesling oder leicht, mit wenig Säure wie beim Gutedel (Chasselas).

Weinverkostung

In den unterschiedlichen Weinen wurden mit wissenschaftlichen Methoden bereits 800 verschiedene biochemische Verbindungen, also Geruchs- und Geschmackskomponenten identifiziert. Fast alle erdenklichen Geschmacksrichtungen wie Apfel, Banane, Cassis, Vanille, Waldbeeren und Zimt aber auch Gemüse, Gras, Jod, Holz, Leder und Teer können Sommeliers in Weinen schmecken.


Jede Rebsorte hat ihren unverwechselbaren Charakter und Geschmack. Die Kenntnisse über die Ausprägung der jeweiligen Rebsortentypizität spielt eine große Rolle bei der Beurteilung von Weinen. Das Wiedererkennen einer Rebsorte und die sensorischen Fähigkeiten dafür können in Weinseminaren geschult werden.

Weinseminare zu Rebsorten aus Deutschland, Europa und der Welt gibt es bei Gourmets for Nature.

Die folgenden Beschreibungen der beachtenswerten landestypischen deutschen, französischen, italienischen und spanischen sowie einiger österreichischen und portugiesischen Rebsorten behandeln deren generelle Eigenschaften hinsichtlich Anbauregion, Lesetermin, Farbe, Alkohol- und Säuregehalt, Tannine und Alterungsfähigkeit.

Kellermeister können bei entsprechender Nachfrage nach Qualität auch von eher einfachen Rebsorten, beispielsweise durch Lagerung im Holzfass aber auch durch eine strenge Weinlese, Ertragsbegrenzung oder von alten Reben bemerkenswerte und aussergewöhnlich gute Weine keltern und ausbauen.

Deutsche Rebsorten

Bacchus: Kreuzung aus Silvaner, Riesling und Müller Thurgau für gute Böden und hohe Ertäge.

Weißer Burgunder = Pinot blanc (Frankreich): Hinsichtlich Lage und Boden anspruchsvolle Rebsorte mit grünen Trauben für fruchtige, sehr ansprechende Weißweine aller Qualitätsklassen.

Grauer Burgunder = Pinot grigio (Italien) = Tokay (Frankreich, Elsass) = Ruländer (halbtrocken oder lieblich ausgebaut). Anspruchsvolle, interessante Rebsorte mit grauen beziehungsweise hellroten Trauben zwischen weißem und rotem Burgunder. Die Weine sind je nach Lesetermin leicht und spritzig wie beim italienischen Pinot Grigio, der früh gelesen wird oder sehr extraktreich und markant wie beim deutschen Grauburgunder.

Spätburgunder => Pinot noir (Frankreich)

Dornfelder: strakwüchsige, früreifende, relativ neue sehr beliebte Rotweinsorte in Deutschland mit dicker Beerenhaut und kräftig rotblauer Mostfarbe. Farbgeber in Cuvées und fruchtiger, markanter allerdings wenig raffinierter Eigengeschmack.

Faberrebe: Weißweinneuzüchtung wegen langer Reifeperiode vielseitig für verschiedene Qualitätsklassen.
Gewürztraminer = Klevener: rot gefärbte ertragsschwache Weißweinsorte, wegen des charakteristischen Aromas vor allem für restsüße Weine und Dessertweine.

Gutedel = Chasselas (Frankreich.) = Fendant (Schweiz): Sehr alte Weißweinsorte und wichtigste Rebe in der Schweiz sowie im Markgräflerland. Große, süße wohlschmeckende Beeren als Tafeltraube und für milde leichte Weine mit Terroircharakter.

Kerner: Weißwein Neuzüchtung mit hohen Erträgen, hohem Mostgewicht, wenig Säure und Muskataroma für restsüße Weine.

Lemberger => Blaufränkisch (Österreich) Hauptanbaugebiet der Rotweinsorte ist Östereich mit feinfruchtigen, lagerbaren Weinen nach strenger Ertragsbegrenzung und später Lese. Im deutschen Anbaugebiet Württemberg oft zu hoher Ertrag, dünn und lieblich ausgebaut.

Müller Thurgau = Rivaner (aus Riesling und Silvaner): Neben Riesling die meistverbreitete Rebsorte in Deutschland für gute Böden mit hohen Erträgen und früher Reife für süffige, säurearme, schnell zu trinkende Weißweine.

Portugieser: dünnschalige, wohlschmeckende, blaue Beeren. Starkwüchsige, frühreifende, blaue Rebsorte für Weißherbst oder farbintensive, fruchtig, füllige Rotweine.

Riesling: spätreifende Sorte für beste Lagen auch auf armen, trockenen Böden und für Terroir (7) - Charakter also Anbau in Einzellagen. Riesling ist eine sehr alte Sorte und wurde möglicherweise aus Wildreben am Oberrhein ausgelesen. Weine in allen Qualitätsklassen je nach Reife mit rassiger Säure, stets elegant und fruchtig. Lange lagerbar. Eine der besten Weißweinsorten der Welt.

Scheurebe: spätreifende Sorte für gute Weinlagen, dann bukettreiche trockene oder edelsüße Weine.

Schwarzriesling = Müllerrebe = Pinot Meunier (Frankreich): Mutation des Spätburgunders mit kürzerer Vegetationszeit, deswegen vorallem in Württemberg die beste rote Rebsorte für fruchtige, farbintensive Weine und den Schillerwein. In der Champagne als wichtiger Bestandteils des Champagners auf 10 000 Hektar Rebfläche.

Silvaner: ertragssichere Rebsorte, wohlschmeckende aber für Botrytis (8) anfällige Trauben, häufig für edelsüße Auslesen, sonst neutrale, einfache Weine.

St. Laurent => Sankt Laurent (Österreich)

Trollinger = Vernatsch: starkwachsende, reichtragende Rebsorte mit großen, hellroten Beeren, die auch als Tafeltrraube angebaut werden. In Württemberg und Südtirol kultiviert, bei hohen Erträgen dünne Weine.


Französische Rebsorten

Cabernet franc: eine der vier Rebsorten in Bordeauxweinen mit zunehmendem Anbau in Frankreich, besonders in kühleren Lagen als der berühmtere Cabernt Sauvignon. Tiefrot, aber weniger tanninhaltig als Cabernet Sauvignon, dennoch bestens für lange Lagerung. Terroir-Wein mit starker Reaktion auf den Boden.

Cabernet Sauvignon: Welt-Weinsorte mit großen Anbauflächen auch ausserhalb Frankreichs. Tiefrot, sortenrein nur nach sehr langer Lagerung zu trinken, da sehr tanninhaltig und adstringierend. Im Verschnitt (12) der Bordeauxweine sorgt er für Körperreichtum und extrem lange Haltbarkeit.

Carignan = Mazuelo (Spanien) = Carignano (Italien): eine der meistverbreiteten Rebsorten der Welt mit sehr großer Anbaufläche in Frankreich. Tiefrot, meist wegen sehr hoher Erträge für Tafelwein und als Verschnittpartner. Alte Reben auf mageren, trockenen Böden wie in Spanien bringen hingegen bei niedrigen Erträgen charktervolle Weine hervor.

Chardonnay: weltweit beliebteste weiße Weinsorte und wichtigster grüntraubiger Burgunder. Geringere Erträge aber höheres Mostgewicht (9) als Weißer Burgunder. Terroir-Wein, säurebetont und vielseitig, Bestandteil von Champagner und Chablis, geeignet für Barriqueausbau (11) und lange Lagerung.

Gamay: Die Rotweinsorte ist DER Beaujolais-Wein und wird vornehmlich in Frankreich und hauptsächlich im Beaujolais angebaut. Beaujolais Primeur und Beaujolais Village sind sehr fruchtig mit vollem Bukett und gerbstoffarm. Sie sollen jung getrunken werden.

Grenache => Garnacha.
Merlot: Sicherlich zurecht eine der beliebtesten roten Weinsorten und wichtigste Rebsorte Frankreichs. Merlot stammt ursprünglich aus dem Bordelais und wird in Bordeaux-Weinen zusammen mit Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc vinifiziert. Weltweit auch eine der beliebtesten und wichtigsten Rebsorten für sortenreine Abfüllungen. Blumige Noten, Intensiv gefärbte, runde, harmonische Weine, die relativ schnell zu trinken sind.

Muscat = Moscatel = Weißer Muskateller (Deutschland): Im ganzen Mittelmeerraum unter verschiedenen Namen verbreitete Weißweinsorte der großen Muskatellerfamilie. Vielseitig verwendbar, als Tafeltraube mit Muskat-Aroma geschätzt und für leichten, säurearmen Wein.

Muscadet = Melon: Grüntraubige Sorte aus der Burgunderfamilie mit feinem Bukett für spritzig-trockene, jung zu trinkende Weine mit eleganter Säure.

Pinot noir = Spätburgunder (Deutschland) bedeutendste Rotweinsorte des gemäßigten Klimas, im Burgund und in Baden die rote Hauptsorte, wichtiger Bestandteild des Champagners neben Chardonnay und Pinot Meunier = Schwarzriesling. Sehr alte Sorte, möglicherweise aus Wildreben der Bourgogne ausgelesen. Für tiefrote Weine mit fruchtiger Säure und typischer Burgundernote, die sehr lange langerbar sind. Bedeutsam sind auch Weißherbste und Schaumweine aus Pinot noir bzw. Spätburgunder.

Sauvignon blanc: Eine der besten Weißweinsorten der Welt für magere, trockene Böden. Im Anbau etwas krankheitsanfällig aber auch für edelfaule Beerenauslesen. Sehr helle Weine, aromareich und säurebetont, je nach Lage. Spitzenweine werden im Loiretal abgefüllt.

Semillon: Weißweinsorte des Bordeaux-Gebietes für sehr lange lagerbare Süßweine, die Sauternes.
Syrah = Shiraz (international): vielleicht aus dem Ursprungsgebiet des Weinbaus, der persischen Stadt Shiraz stammende, sehr noble Rotweinsorte, die in Frankreich unter dem Namen Syrah angebaut wird. Da Syrah eine der besten Rotweinsorten der Welt ist, expandiert der Anbau, sowohl für Cuvées (12) als auch zur sortenreinen Abfüllung. Shiraz eignet sich zur sehr langen Lagerung und bringt komplexe, an Aromen reiche Weine hervor.

Italienische Rebsorten

Aglianico: Süditalienische, ertragreiche Rotweinsorte für trockene Böden und farbintensive, tannin- und säurebetonte Weine. Bei entsprechender Ertragsbegrenzung können hohe Qualitäten und alterungsfähige auch reinsortige Weine erzeugt werden.

Barbera: Ein Rotwein-Klassiker mit großer Verbreitung in ganz Italien. Bereits jung zu trinken, eher rustikal und säurebetont. Geeignet für den Ausbau im Eichenfass und für lange Lagerung.

Carignano => Carignan (Frankreich): Französische Rotweinsorte. In Süd-Sardinien in der DOC-Abfüllung Carignano de Sulcis und Carignano de Cagliari beachtenswert.

Gaglioppo: Typische Rotweinsorte in Kalabrien für säurebetonte einfache Weine und Hauptsorte im DOC Wein Cirò.

Garganega: Weißwein-Rebsorte aus Venetien vor allem für die DOC Abfüllung Soave. Sehr spät reifende, gesunde und ertragreiche Rebsorte, die bei entsprechender Ertragsbegrenzung die Herstellung vielschichtiger, aromatischer Weine und restsüßer Weine erlaubt.

Greco bianco: Eine antike weiße Rebsorte in Süditalien, deren genaue Abstammung unbekannt ist.

Lambrusco: Ursprüngliche Gruppe von roten Rebsorten aus der Emilia-Romagna, die wahrscheinlich Abkömmlinge von Vitis vinefera sind und bereits in der Antike bekannt waren. Lambrusco darf nicht mit der amerikanischen Labrusca-Rebe verwechselt werden. Lambrusco Perlweine wurden bis in die 90er Jahre vorallerm süß und billig produziert. Inzwischen gibt es wieder trocken ausgebaute, ansprechende Abfüllungen.

Malvasia nero und Malvasia bianca: Rebfamilie mit sehr vielen regional unterschiedlichen roten und weißen Weinsorten, deren Qualität ebenso unterschiedlich sein kann, die aber für einige DOC-Abfüllungen im Anbau sind. Die Ursprünge der sehr alten Sorten liegen in Griechenland.

Montepulciano: Eine Rotweinsorte, die besonders in den Abruzzen sortenrein ausgebaut wird. Rubinrot und fruchtig-harmonisch mit wenig Säure.

Nebbiolo: Spätreifende, rote Rebsorte für alkoholreiche, säurebetonte, tanninhaltige, duftende Weine, die lange gelagert werden sollten. Nebbiolo reagiert auf den Boden und überträgt so Terroir-Charakter. Wichtigste Sorte im Piemont für Barolo und Barbaresco, die aus Nebbiolo-Trauben gekeltert werden.

Negroamaro: Typische rote Rebsorte in Apulien für alkoholreiche, vielschichtige und lagerungsfähige Weine.

Nero d'Avola = Calabrese: Sizilianische spät reifende Rotweinsorte mit kleinen Beeren und dicker Schale für tanninbetonte, alterungsfähige Weine.

Nuragus: Weiße spätreifende Rebsorte in Sardinien, meist für trockene leichte Weine und in der DOC Abfüllung Nuragus die Cagliari.

Pinot Grigio => Grauburgunder (Deutschland) Die französisch/deutsche Rebsorte wird in Italien und hier vor allem im Friaul, im Trentino, in Venetien und in Südtirol angebaut für in Deutschland sehr populären, fruchtigen, trockenen Weißwein.

Primitivo: Eine der wichtigsten Rebsorten Apuliens. Rote Rebe, die in Kalifornien unter dem Namen Zinfandel angebaut wird. Ergibt lagerfähige, feine Weine.

Prosecco: Leichter, weißer Modewein, für jung zu trinkenden Schaumwein.

Sangiovese: Eine der ältesten Rotweinsorten Italiens und vor allem in der Toskana für den Chianti angebaut. Anspruchsvolle Sorte für volles Bukett und tanninreiche Weine.

Trebbiano = Ugni blanc (Frankreich): Sehr ertragreiche, wahrscheinlich sehr alte Weißweinsorte mit fruchtiger Säure und gelber Farbe für einfache Weine, beispielsweise im Orvieto und Frascati.

Verdicchio: Weiße Rebsorte der Region Marken für frische, süffige, früh zu trinkende Weißweine und Schaumweine.

Vermentino: Vorwiegend an den Küsten des westlichen Mittelmeeres, in Ligurien und Sardinien aber auch in Korsika angebaute weiße Rebsorte. Die spätreifende Sorte ergibt fruchtige Weine und ist beispielsweise in der DOC Abfüllung Vermentino di Sardegna enthalten.


Spanische Rebsorten

Airén: Meistangebaute Rebsorte der Welt, aber ausschließlich in Spanien, bestens angepasst an trocken-heiße Standorte für neutrale, wenig säurehaltige Weißweine, vorallem aber als Verschittwein.

Albarino => Alvarinho (Portugal).

Bobal: in Spanien sehr weit verbreitete, intensiv färbende hinsichtlich des Standorts sehr genügsame Rotweinsorte, meist als Verschittwein aber auch für Rosado und für roten Qualitätswein.

Garnacha = Grenache (Frankreich) = Alicante (Italien): am meisten angebaute Rotweinsorte der Welt und in Spanien und sehr wichtig in Frankreich. Alkoholreich, hellrot und mit der Neigung rasch zu oxydieren wird Grenache meist für Roséwein, im Verschnitt, für süße alkoholreiche Dessertweine und für Portwein verarbeitet. Bei strenger Ertragsbegrenzung und alten Rebstöcken wie im französischen Chateauneuf-du-Pape oder in manchen Weinen aus Spaniengelingen ausgewogene, reinsortige Weine.

Graciano: sehr edle, spanische Rotweinsorte des Riojagebietes mit geringen Erträgen für farbintensiven, tannin- und extraktreichen, lange lager- und haltbaren Wein mit vollem Bukett.

Mazuelo => Carignan (Frankreich).

Monastrell = Mourvèdre (Frankreich): wichtige Rotweinsorte für alkoholreiche, farbintensive und tanninreiche Weine, die lange gelagert werden sollten.

Tempranillo: die wichtigste Rebsorte für Rioja-Weine und eine der wichtigsten in Spanien. Die beste rote Rebsorte Spaniens erbringt säurearme, tiefrote, jung trinkbare oder im Barrique ausbaubare Weine mit fruchtigem Bukett. Tempranillo ist sehr bedeutsam in den Weinbauregionen Spaniens, und hat regional unterschiedliche Namen wie Tinto fino und Tinto de Pais, wie z.B. im Ribera del Duero. Tempranillo hat noch andere Namen: Cencibel in La Mancha, Tinta de Toro oder in Katalonien Ull de Llebere.

Viura = Maccabeo: Wichtigste Weißweinsorte im Rioja wo er jung gelesen fruchtige und säurereiche Weine ergibt. Als Schaumwein und in schweren Rotweinen für Leichtigkeit.

Xarel.lo ist eine alte Rebsorte aus Katalonien für charaktervolle, alkohol- und körperreiche, säurebetonte Weißweine, die auch im Barrique und in der Flasche reifen können. Xarel.lo ist eine wichtige Sorte im Cava.


Portugiesische Rebsorten

Alvarinho: Ertragreiche Rebsorte zur frühen = grünen Ernte für spritzigen, säurebetonten, fruchtig-leichten Weißwein vom Typ Vinho Verde. In Galicien heißt die Weißweinsorte Albarino.

Aragonez => Tempranillo (Spanien.)

Baga: eine autochthone, das heißt traditionsreiche, regional entstandene rote Rebsorte. Baga wird in Portugal weitverbreitet angebaut. Die Rotweine sind violett in der Farbe, säurebetont und sehr tanninreich und deswegen nur für lange Lagerung oder verschnitten mit anderen Sorten gut.

Periquita = Trincadeira

Tinta Pinheira: bedeutsame autochthone rote Rebsorte für fruchtige, schnell zu trinkende Alltagsweine.

Tinta Roriz = Aragonez

Touriga Franca: in Portugal wichtige Rote Rebsorte für feinfruchtige, hellrote, weiche Weine und für Roséweine

Touriga Nacional: Rotweinsorte für Portwein und fruchtige, farbintensive, ausbaufähige Jahrgangsweine.

Trincadeira: autochhtone portugiesische Rote Rebsorte für trockene Böden ergibt gehaltvolle, lagerfähige Weine.


Österreichische Rebsorten

Blaufränkisch = Lemberger: Hauptanbaugebiet der Rotweinsorte ist Österreich mit feinfruchtigen, lagerbaren Weinen nach strenger Ertragsbegrenzung und später Lese. Im deutschen Anbaugebiet Württemberg hat Lemberger oft zu hohen Ertrag, ist dünn und wird lieblich ausgebaut.

Grüner Veltliner: wichtigste und großflächig angebaute, spätreifende Weißweinsorte in Österreich für rassige, spritzige, fruchtige und säurebetonte Weine hoher Qualität.

Sankt Laurent = St. Laurent (Deutschland): Im Anbau empfindliche Rotweinsorte, vor allem in Österreich und Deutschland ergibt tiefrote, vollmundig-fruchtige Rotweine und ist für den Ausbau im Barrique geeignet.

Welschriesling: mit dem Riesling nicht verwandte, sehr spät reifende Sorte für feine, haltbare Weißweine.

Zweigelt: aus Blaufränkisch und Sankt Laurent gekreuzte Rotweinsorte für exzellente, körperreiche Weine.



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