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Isländisches Moos

Cetraria islandica L., Lichenes

(Lichen islandicus)

Vorkommen und Beschreibung

Das unscheinbare Isländische Moos wächst am Boden in den feucht-kühlen Lagen im arktischen und alpinen Klima der nördlichen und südlichen Hemisphäre. Es wächst in Island, in Taiga und Tundra und auch in den mitteleuropäischen Alpen. Das Isländisch Moss liegt lose auf Grünland beziehungsweise dem kargen Boden. Bei Isländischem Moos handelt sich aber nicht um ein Moos sondern um eine Flechte. Flechten bestehen aus einer Alge und einem Pilz in besonders enger Symbiose. Dabei bringt die Algenzellen das Chlorophyll in die Symbiose ein und ernährt damit die ganze Flechte Die Algenzellen wird vom Pilzgeflecht umsponnen, das der Flechte Form, Aussehen und Halt gibt. Die Vermehrung von Flechten kann über Bruchstücke erfolgen. Diese können vom Wind verweht, von Wasser, Schnee oder von Weidetieren verbreitet werden und andernorts weiterwachsen. Jedoch ist Isländisch Moos, wie alle Flechten, sehr empfindlich gegen Luftschadstoffe. Es handelt sich damit auch um gute ökologische Indikatorpflanzen.

Verwendung:

Die gesamte Flechte, der sogenannte Thallus, getrocknet, oft in Stückchen um Bitterstoffe oder Schleinmstoffe im Wasserauszug zu erhalten.

Inhaltsstoffe:

Schleimstoffe mit über 50 % Anteil, bestehend aus stärkeähnlichen (in kaltem Wasser lößlich) und zelluloseähnlichen (in heißem Wasser lößlich) Polysacchariden. 2 - 3 % bittere Flechtensäuren, die antibiotisch wirksam sind.

Für die Schleimhäute in Bronchien und Magen

Der Tee des sehr schleimstoffreichen Isländisch Moos wirkt auf Schleimhäute bei Erkrankungen der oberen Luftwege, insbesondere bei Bronchitis und Katarrhen auswurfördernd und hemmt so den Hustenreiz. Bei Magen- und Darmentzündungen wirkt der Schleim schmerzlindernd. Stärkend auf den Magen wirken zusätzlich auch die in Isländisch Moos enthaltenen Bitterstoffe, die sich am besten in einem Kaltwasserauszug gewinnen lassen. Bei der Verwendung als Hustenmittel ist die Bitterkeit eher störend, sie kann aber durch sehr kurzes Überbrühen und Abgießen vermindert werden. Allerdings gehen so die antibiotisch wirkenden Bestandteile mit verloren, die bei Entzündungen des Hals- und Rachenraums hilfreich sind. In Isländischem Moos wurden noch weitere Polysaccharide, darunter auch solche mit immunstimulierenden Effekten gefunden. Der Tee und der Schleim ist auch in großen Mengen ungefährlich, zumal die Pflanze wegen ihres Stärkereichtums in Hungerzeiten auch gegessen wurde.

Autorin: Stefanie Goldscheider

Taigal mit Isländisch Moos

Taiga NaturkostTaigalTaigal ist ein Mischpräparat aus bewährten Arzneipflanzen der russischen Volksmedizin, genauer gesagt aus der Taiga. Die meisten Zutaten sind auch in unserer Heilpflanzenkunde bekannt und werden in gleicher Weise eingesetzt. So vorallem das Isländisch Moos und Hagbutten. Der Chaga-Pilz sowie die Kiefernpollen sind in anderen Medizinsystemen etablierte Heilpflanzen.

Taigal ist ein ganzheitliches und vollkommen natürliches Stärkungsmittel für unser Immunsystem. Erhältlich als vegane Kapseln im Vorratsglas.



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Literatur:
- Brendler - Gruenwald - Jaenicke; Heilpflanzen-CD-ROM; Medpharm Scientific Publishers 2003
- Fintelmann, V; Weiss, R.F.: Lehrbuch Phytotherapie; 11. Aufl. 2006; Hippokrates Verlag, Stuttgart
- Frohne, D.; Jensen: Heilpflanzenlexikon; 7. Aufl. 2002; Wissenschaftliche Verlags GmbH, Stuttgart
- Jänicke - Grünwald - Brendler: Handbuch Phytotherapie, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2003
- Wichtl, M.: Teedrogen und Phytopharmaka, 4. überarb. Aufl. 2002; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
- Zeitschrift für Phytotherapie, Hippokrates-Verlag